Was ist Flossenschwimmen?

Geschichtliche Fakten

 

Das Tauchen selbst gibt es seit dem Altertum (geschätzt 5. Jahrh. v. Chr.) – damals vor allem aus ökonomischen bzw. militärischen Gründen. Im 15. Jahrhundert wurden erstmals Flossenzeichnungen – von Leonardo da Vinci – veröffentlicht. Dennoch verhalfen erst die Meeresforscher und Unterwasserfilmer Hans Hass und Jaques-Yves Cousteau mit ihren Reportagen anfangs der 50er Jahre dem Tauchen zu einer weiten Verbreitung. Beim Tauchen werden „gewöhnliche“ Flossen als Vortriebsmittel eingesetzt. Im Konditionstraining der Taucher spielte und spielt das Training mit Flossen seit jeher eine bedeutende Rolle. So hat sich zu Beginn der 60er Jahre aus dem Bedürfnis nach besserer Tauchkondition heraus das Flossenschwimmen zum Wettkampfsport entwickelt. 1972 wurde zum ersten Mal die Monoflosse eingesetzt. Fünf Jahre später, 1977, schwimmt die Weltelite ausnahmslos mit der Monoflosse.

Was ist Flossenschwimmen?

Flossenschwimmen ist eine eigenständige Sparte im Bereich Schwimmen. Im Vergleich zur Leichtathletik, könnte man sagen, Flossenschwimmen zu Schwimmen verhält sich wie Stabhochsprung zu Hochsprung.
Eine Symbiose aus Eleganz, Kraft und Schnelligkeit. Es ist  geschwindigkeitsorientiert und so ist das Flossenschwimmen die derzeit schnellste Art der Fortbewegung durch eigene Muskelkraft im Wasser. Man erreicht deutlich höhere Geschwindigkeiten, als die schnellsten Freistiel-SprinterInnen. Auffällig und einzigartig ist der typische Stil. Der Körper macht eine wellenförmige Bewegung, Ähnlich einem Delphin. So „fliegt“ der Sportler durch das Wasser.

Wie viele Disziplinen gibt es?

Die Wettkampfstrecken entsprechen im Wesentlichen denen des Schwimmsports, also sowohl für Frauen als auch für Männer: 50m, 100m 200m, 400m, 800m, 1500m, sowie 4x50m, 4x100m und 4x200m in der Staffel. Die Disziplinen werden gemeinhin mit FS abgekürzt, also 50m FS, 100m FS…
Daneben gibt es noch die Wettkampfstrecken mit Drucklufttauchgerät. Hierbei werden 100m, 400m und 800m mit einer Pressluftflasche, die vor dem Körper hergeschoben wird, zurückgelegt. Das Streckentauchen ohne Gerät geht im Wettkampfsport über eine Distanz von 50m.
Auch im Freigewässer werden das ganze Jahr hindurch Wettkämpfe durchgeführt, wobei die Streckenlängen zwischen 1000m und 6000m variieren. Zudem gibt es noch überlange Strecken, wie z.B. 10 000m & 20 000m!

Weitere Informationen rund um die Flosse!

Unter dem Dachverband VDST wird der Tauchsport in die verschiedenen Bereiche Flossenschwimmen, Tauchen, Unterwasser-Rugby, Orientierungstauchen und Apnoe-Tauchen untergliedert. Das sind weitere interessante Sparten, wo ihr euch bei Interesse gerne an uns wenden könnt.